HITZE IN DER STADT

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Köln feierte die größte Pride-Parade des Jahres!

In diesem Monat zeigen uns unter anderem noch die Hanseaten in Hamburg, die starken Kerle bei der ruhrPRIDE in Essen, die wilden Boys beim CSD Rhein Neckar in Mannheim oder auch die Mannsbilder im bayerischen Nürnberg, wie ausgelassen die Gay-Community in diesem Jahr ihre Rechte und sich selbst feiert – doch der größte Pride des Jahres fand bereits Mitte Juli in Köln statt und das HIM TEAM war live dabei! Natürlich nur zu Recherchezwecken! Beispielsweise mussten Fragen geklärt werden wie: „Wie viele Puppys braucht es, um ein Kölsches Bier vergessen zu lassen? Wie spärlich bekleidet müssen Kölsche Jungs sein, um als nackt zu gelten? Und was kann man wo mit ihnen dann am besten anstellen? Wie geht es der deutschen Fetisch-Community? Ach, und gibt es überhaupt noch waschechte Lesben oder sind das alles inzwischen Flintas?

Fragen über Fragen! Die HIM-Redaktion hat knallhart recherchiert, leider konnten sich weitere Teile der schreibenden Zunft am nächsten Morgen nicht mehr an ihre Rechercheergebnisse erinnern! Die Frage der Lesben bleibt unbeantwortet, doch den Fetisch-Freunden geht es definitiv gut. Und mit kölschen nackten Jungs kann man überall und in jeder Ecke beim Pride problemlos… tiefsinnige Gespräche führen. Was dachtet ihr denn? In Deutschland gibt es jedes Jahr weit über 70 Prides, doch Köln ist jedes Mal etwas Besonderes, nicht nur, weil die Stadt zuletzt zur einer der lebenswertesten Orte für schwule Jungs gewählt wurde oder Heterosexuelle nur hier so richtig auf engen Raum erleben können, wie es sich anfühlt, der Einzige seiner Gattung im Umkreis zu sein, Nein, die Kölner Boys sind zudem einfach herzlich, lustig und feierfreudig. Pride ist ein wenig wie Karneval, nur etwas niveauvoller, doch im Grunde gilt: Was beim Pride passiert, bleibt auch beim Pride. Und passieren kann in Köln während der Pride-Week mit seinen zahlreichen Events und Highlights wirklich sehr viel, der Höhepunkt gleich im mehrfachen Wortsinn bleibt aber jedes Jahr die Pride-Parade, wenn viele tausend Menschen durch die Stadt ziehen und zeigen: Wir sind hier! Und der Spaß kommt dabei definitiv nicht zu kurz!

Mit rund 230 Gruppen und fast 1,5 Millionen Besuchern war der Pride in Köln dieses Jahr nicht nur der bisher größte in der Bundesrepublik, er gehört auch zu den größten Top-5-Prides weltweit! Von überall ertönten die freudigen Rufe „Happy Pride“ und „Kölle Aloa“. Es ist und bleibt DAS Fest für Gleichberechtigung und Menschenrechte und ein dickes, äußert erotisches FUCK YOU an all die Idioten in der Welt, die gerade jetzt erneut wieder die Rechte von Homosexuellen beschneiden. Der wunderbare Düsseldorfer Wagenbauer (bekannt aus zahlreichen Karnevalszügen) Jaques Tilly sorgte beispielsweise für viel Heiterkeit mit seinem Wagen „Iran ist queer!“ – da dürfte den Mullahs der Turban vom Kopf geflattert sein vor Wut.

In diesem Jahr war der CSD in der Rheinmetropole besonders heiß, das lag natürlich in erster Linie am HIM TEAM vor Ort sowie an den gierigen geilen Jungs, die uns in Scharen überallhin folgen, sobald wir in der Öffentlichkeit sind. Angeblich soll auch ein wenig das Wetter für die Hitze verantwortlich gewesen sein, aber das sind wahrscheinlich nur Fake News! Die Kölner Innenstadt war ein Feuerkessel, nackte schwitzende Körper, zügelloser Flüssigkeitsaustausch und eine brennende Sommersonne mit rund 37 Grad. Zwischendurch zogen ein paar dunkle Wolken hinweg, doch mehr als ein paar Tropfen bekamen die nackten Männer nicht ab – da spritzt jeder Pubertierende mehr.

Das diesjährige Motto „Für Menschenrechte – Viele. Gemeinsam. Stark!“ zelebrierten hunderttausende Menschen unterwegs entlang der Parade sowie in der ganzen Stadt, ganz vorne mit dabei beim Start der Cologne Pride mitten auf der Deutzer Brücke war auch Köln Oberbürgermeisterin Henriette Reker, dem Anlass entsprechend gekleidet mit Regenbogenfächer und Sonnenhütchen. Das Thema Menschenrechte dominierte dann auch den weiteren Umzug und zahlreiche Parteivertreter nutzen die Gunst der Stunde, um von ihren Wagen herunter zu lächeln und zu winken – mehr Einsatz erwartet schon seit längerem niemand mehr, gerade von den regierenden Parteien. Und das Winken kann die Queen auch heute noch besser, obwohl sie seit fast einem Jahr verstorben ist.

Die Studenten der Stadt waren mit ihrer „Kisscam“ unterwegs, die „Cumcam“ fand sich etwas versteckter im Tourbus der HIM-Redaktion – wir sorgten dafür, dass kein Jüngling durstend seiner Wege ziehen musste. Unwissend unterstützt wurden wir dabei von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, der den Boys Gesundheitstipps zum Thema Hitze und viel trinken gab. Echte Weltstars konnte man in Köln zwar nicht entdecken, außer man zählt Schlagersänger Dieter Thomas Kuhn samt künstlichem Brusthaar-Toupet dazu, aber das tat der Freude keinem Abbruch. Besonders die Puppy-Gruppen sorgten nicht nur viel gute Laune, sondern zeigten auch, dass von Jung bis Alt jeder „auf den Hund gekommen“ sein kann. Noch junge Welpen trafen auf graumelierte stattliche Hunde, die in Menschenjahren schon 50 Lenze auf dem haarigen Buckel hatten. Freudig wedelten alle zusammen mit ihren Schwänzen und waren damit definitiv eines der Highlights beim Pride in Köln in diesem Jahr.

Musikalisch untermalt wurde die Parade dann auch mit allem, was das schwule Herz begehrt – von Sarah Conners „Vincent“ über die Bee Gees mit „Stayin´ Alive“ bis hin zu Kylie Minogues neuen Coversong „Padam Padam“, dazwischen gab es zudem viel „Wumpa-Wumpa“-Musik, denn mit den rhythmischen Beats des Technos kommen Boy-Ärsche eben bis heute tanzend am besten zur Geltung. Einige Jungs begeisterten bei der Pride-Parade auch mit Live-Musik und griffen zu Blasinstrumenten wie einem Saxophon. Es geht doch nichts über richtig viel Übung im oralen Bereich. Dazwischen tummelten sich viele Regenbogenfahnen, auch gerne einmal in Übergröße. Wir stehen einfach auf XXL, oder? Manche Wesen schwebten direkt mit Engelsflügeln an uns vorbei, andere verbanden Karneval mit Pride und forderten Gleichberechtigung im Star-Wars-Outfit, dazwischen gab es noch ein fast nacktes Teufelchen mit einer umwerfenden Brustbehaarung – eine Mischung zwischen Conchita Wurst und Tom Selleck. Kurzum, für alle Geschmäcker war etwas dabei und genau das macht den CSD in Köln überdies zu einer Besonderheit – all die Streitigkeiten innerhalb wie außerhalb verschwinden und für einen Tag sind wir im besten Sinne eine gemeinsame Community. Und verdammt sexy zudem! (jh) 

Redaktionhttps://him-magazine.de
Wir verstehen uns als ein ehrliches, sexpositives Magazin, das nicht fremdbestimmt Themen vorgibt, sondern mit der Community zusammen Themen anspricht.

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