Pride in Wien und Umgebung

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Nicht nur in Wien wird im Juni der Pride-Monat gefeiert. Seit wenigen Jahren gibt es in mehr oder weniger großen Städten in Niederösterreich eigene Prides.
Die Landeshauptstadt von Niederösterreich –St. Pölten – hat den kreativen Namen „St. Pride“ gewählt und in Mistelbach hat die von Kinderbuch-Lesungen bekannte Drag-Queen Candy Licious die Patronanz übernommen.

Doch alles der Reihe nach:

Auftakt war am 20. Mai die Mistelbach Pride, mitten im Weinviertel. Sie fand nach der Premiere 2022 heuer zum zweiten Mal statt. Die Resonanz war erfreulich groß und so bewegte sich eine bunte Gruppe über einen ca. 4km langen Rundkurs durch die Stadt. Eigens aus Wien ist sogar eine große Fetisch-Gruppe der LMC Wien angereist. Im Anschluss gab es ein Bühnenprogramm mit diversen Rednern aus Politik, Drag-Performances und zum Abschluss DJ Spinelli der für großartige Stimmung am Hauptplatz sorgte.

Weiter ging es im Pride-Kalender am nächsten Wochenende in St. Pölten. Hier erwartete uns eine überraschend politische Pride, mit Botschaft und Ziel. Der Paradezug hielt für eine gute Stunde direkt vor dem Landhaus – dem Sitz der NÖ Landesregierung – und politische Redner machten auf die Missstände der LGBTIQ+ Gleichberechtigung in Niederösterreich aufmerksam. Diese Pride gab einen guten Eindruck, wie es vor über 50 Jahren auf den ersten Prides zugegangen sein kann. Abschluss bildete ein interessantes Bühnenprogramm am Rathausplatz, mit dem beeindruckenden Rathaus aus 1503 mit der Fassade aus 1727 im Hintergrund.

Bevor der Höhepunkt der Pride-Feierlichkeiten – die Regenbogenparade in Wien – am 17. Juni stattfand, gab es in Wien viele LGBTIQ+ Special-Events, wie z.B. den Pride-Run, den Pride-Pool-Tag im Schönbrunner Bad oder den Drag-Beach-Tag in der Strandbar Hermann. Ganz besonders hervorheben möchte ich das Technische Museum Wien, welches eine Führung organisiert hat, die Wissenschaftler aus der LGBTIQ+-Gruppe näher betrachtet. Eine absolut ausbaufähige Veranstaltungsreihe.

Am 17. Juni war es dann so weit, und die Regenbogenparade (es ist noch immer nicht lückenlos geklärt, warum in Wien der CSD gerade diesen Namen trägt) ging entgegen der Fahrtrichtung einmal um den Ring. Die Beteiligung war heuer enorm, so standen 102 Gruppen am Start, fast so viele wie zur EuroPride 2019. Der Start war heuer pünktlich und zügig, dennoch dauerte die Ringumrundung durch das große Interesse der vielen Zuseher über vier Stunden. Die ganze Vielfalt des Regenbogens wurde gezeigt, die großen Konzerne wie Bank-Austria, T-Mobile oder Almdudler waren ebenso vertreten, wie der traditionelle, von menschlichen Ponys gezogene Fiaker (typische Wiener Kutsche) der Libertine Wien oder Conchita Wurst.

Das kleine, aber feine „Community-Village“ mit Gastronom*innen aus der Community die Speisen und Getränke anbieten lud zum Verweilen und relaxen ein. Auf der Bühne vor dem Rathaus traten DJs, Bands und Künstler*innen aus der LGBTIQ+ Community um gemeinsam nach der Parade bei der Pride Celebration zu feiern.

Wir freuen uns auf 2024 und hoffen, dass der Wettergott uns wieder so tolles Wetter zu allen Prides beschert.

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