DIE MAGIE VON TOP-TWINKS

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Wie können aktive Boys richtig gut beim Sex werden?

Madonna soll es einmal so wunderschön auf den Punkt gebracht haben: Junge Boys wissen zwar nicht, was sie tun, aber sie tun es die ganze Nacht lang. Doch stimmt das eigentlich wirklich? Wir hinterfragen dabei gar nicht die jugendliche Stoßkraft von Twinks, die den Pubertätsflaum noch im Gesicht haben, sondern reden von der Ansage, dass sie oftmals gar nicht wissen, was sie da tun. Für viele junge Boys mag das tatsächlich zutreffen, oftmals gerade deswegen, weil man heutzutage jedwede Stellung und jeden nur erdenklichen Fetisch mit einem Klick online ansehen kann, die eigentliche Erfahrung dahinter aber verborgen bleibt. Wer richtig gut sein will beim Sex, braucht Zeit – Zeit für sich, um schrittweise zu erforschen, was wirklich Spaß macht. Zeit für die anderen, um die Körper zu erkunden und nicht nur zu besteigen. Ein harter Schwanz und rhythmische Dauerbewegungen sind keine wirkliche Leistung bei jungen Kerlen, eher eine spannende Grundvoraussetzung, doch bleibt es nur dabei, wird Sex sehr schnell sehr langweilig. Es gibt Tage, da reicht uns ein willenloser Fick, ein junger Kerl, der sich mit uns und in uns und an uns austobt, doch echte Befriedung bringt das simple Einlochen auf Dauer eben nicht – immer öfter erkennen das auch manche Twinks bereits in jungen Jahren.

Und genau diese Boys sind von besonders großem Interesse, wenn sie es tatsächlich schaffen, jugendliche Ausdauer mit sexuellem Verständnis und animalischen Wissen zu verbinden. Dann macht Sex mit jungen Boys auch dann viel Freude, wenn diese den aktiven Part übernehmen. Gleiches gilt grundsätzlich natürlich auch für passive Jungs, denn auch sie werden durch Erfahrung besser – auch hier reicht es manchem Daddy ab und an, das enge Loch eines Jünglings einfach nur zu ficken wie ein Stück Fleisch, doch auf Dauer befriedigt auch das nicht. Sehr wohl Erfüllung können Kerle hingegen erleben, wenn auch der Boy mit seinem eigenen Arsch wirklich umzugehen weiß und dabei vor allem versteht, wie er das sexuelle Spiel mitgestalten und mitgehen kann. Bleibt nur die Frage offen, ob Madonna jemals einen jungen Lover hatte, der Wissen mit Standhaftigkeit kombinieren konnte?

Wie wird ein Twink ein guter Top?

Doch wie konkret wird man gerade auch als Twink ein besserer Top, ein junger Kerl, der seinen Schwanz für mehr verwenden kann, als nur Dick-Pics damit zu schießen und Handtücher demonstrativ darüber zu werfen, um den Härtegrad festzuhalten. Zunächst einmal sollten die Boys noch einmal die Schulbank drücken – ja, das allein ist für viele Daddys bereits ein sehr geiler Gedanke, doch dieses Mal sollen die Twinks tatsächlich etwas lernen. Anatomie steht auf dem Lehrplan und zwar nicht von der Stabheuschrecke oder dem Tausendfüßler, sondern von anderen Kerlen. Junge Kerle mit wenig echter Erfahrung ficken ein Loch vor ihnen, als ginge es darum, eine Coladose aufzudrücken. Einmal offen, passiert nicht mehr viel. Das Gegenteil ist dabei der Fall, doch das versteht man nur, wenn man sich genauer mit dem männlichen Körper befasst. Wie ist der Darm geformt? Wo genau ist die Prostata und wie fühlt sie sich an? Wie entspannt sich das Loch am besten? Die Antworten sind zwar durchaus von Mann zu Mann unterschiedlich, doch wer die Grunddaten draufhat, kann spontan die Variablen beim Sex gekonnt anpassen.

Um hier mehr zu lernen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste ist dabei, bei sich selbst anzufangen, also in Ruhe und mit Zeit einmal den eigenen Körper im Beckenbodenbereich zu erkunden. Fingere dich selbst, taste, spüre, fühle. Lass dir Zeit, denn nicht alles gelingt sofort. Im nächsten Schritt kannst du dir bestenfalls einen anderen Mann suchen, der mit dir gemeinsam diese Reise beschreitet, der sich dir zur Verfügung stellt, um dich auszutesten, stressfrei und jenseits von Druck. Gerade weil viele Boys binnen Sekunden steinhart werden, empfinden viele von ihnen auch einen gewissen Erwartungsdruck, immer Leistung bringen zu müssen. Je eher du das von dir gedanklich wegschieben kannst, desto besser kannst du lernen, tatsächlich gut beim Sex zu werden. Gerne kannst du mit einem Sex-Kumpel von dir auch gemeinsam erkunden, was dem anderen gefällt, wie die Anatomie ausgeprägt ist und was für dich wie für dein Gegenüber am besten funktioniert. Übung am lebenden Objekt sozusagen. Das bedarf ein wenig Geduld, doch am Ende wird dich genau das zu einem wesentlich besseren Top machen.

Zu Beginn muss auch dein Schwanz gar nicht im Mittelpunkt stehen, sondern es ist gut möglich und sinnvoll, mit einem Dildo eurer Wahl und Größe sich langsam Raum zu schaffen. Wie fühlt es sich am besten an, ins Loch hineinzugleiten? Was entspannt dein Loch zuvor am besten? Macht dir Fingern Spaß? Ist Rimming für dich eine Option? Wo sind deine No-Gos, wo sind große Fragezeichen und was würdest du besonders gerne erkunden? Seid ehrlich zueinander, testet euch aus, nichts muss, alles geht. Du kannst richtig gut entspannen? Wie sieht das bei dem Kerl dir gegenüber aus? Wie bekommst du ihn dazu, sich auch gehen zu lassen, sodass er dich eindringen lässt? Wie fühlt sich die Prostata bei dir an? Wie bei deinem Partner? Ist die Berührung ein Lustgewinn für dich oder eher nicht? Teste dich aus, je mehr, desto besser. Das ist ein Erfahrungsschatz, den dir kein Sexvideo der Welt jemals vermitteln kann, denn es beruht auf individuellen und ehrlichen Erlebnissen. Gerade das Thema Prostata ist sehr vielfältig, für einige Männer ist es der männliche G-Punkt sozusagen, doch auch hier muss der Winkel stimmen, wie der Schwanz die Prostata berührt. Die meisten Kerle lieben es, wenn die Eichel sanft an der Prostata reibt, weniger schön ist es hingegen, wenn ein Lover mit jedem Stoß direkt in die Prostata sticht, als würde er sie erdolchen wollen. Auch das kann zwar für einige Kerle durchaus der absolute Bringer sein, die meisten indes bevorzugen allerdings die erste Variante. Um für Beide hier die beste Position zu finden, sind auch Stellungswechsel hilfreich, um gemeinsam Neuland zu erkunden.  

Kommunikation, das Nonplusultra!

Hand in Hand dazu geht die Kommunikation selbst. Sowohl auf unserer erotisch-fiktiven Schulbank mit deinem Kumpel wie auch beim Sex im „realen Leben“ ist Sprache das Nonplusultra. Ja, manchmal darf Sex auch anonym und frei von Kommunikationsaustausch stattfinden, doch das Spiel ist auf Dauer eher etwas für jene Kerle, die bereits Erfahrung haben, die schnell aus dem Schatz ihrer Erlebnisse die beste Vorgehensweise herausfiltern können. Als lernender Twink – by the way, man lernt nie ganz aus, gerade beim Sex nicht – bleibt die Kommunikation ein wichtiges Mittel. Redet miteinander, was euch gefällt. Nehmt Blickkontakt auf. Lobe den anderen, wenn er dich besonders heiß macht und vermeide auch hier jeden Druck. Druck im sexuellen Spiel sorgt fast durchwegs nur für enge Hintern und weiche Schwänze – und das ganz unabhängig vom Alter.

Und obwohl du lernst, erlaube dir auch, dich treiben zu lassen, die Kontrolle abzugeben, denn oftmals lernen wir genau dann am meisten – von uns, unseren wahren Gelüsten und von der Magie anderer Männer. Die Ursache dafür ist einfach: Wir können uns nur das ausmalen und erproben, was wir bereits erlebt oder anderweitig gesehen haben. Sex kann aber oftmals so viel mehr sein, als das, was wir uns vorstellen können – um diesen Weg zu beschreiten, muss man es frei nach Cicero mit dem Satz halten: Ich weiß, dass ich nichts weiß. Ewige Besserwisser haben keine multiplen Orgasmen, schaffen es nicht, wirklich in die unendliche Welt der Erotik und der alles verschlingenden Ekstase einzutauchen – sie bleiben bei dem, was sie vermeintlich als richtig und gut kennen. Neugierige Genießer hingegen lassen Raum für das Unbekannte, denn genau dort liegt das Zentrum unserer Begierden verborgen.

Guter Sex ist nichts für Egoisten!

Der nächste Aspekt: Sei kein Egoist! Klar willst du dein Sexleben bereichern und ein großartiger Top werden, das gelingt dir aber nur, wenn dein tatsächliches Bedürfnis ist, den anderen Mann gänzlich zu befriedigen. Selbst dominante Tops, die ihre devoten Partner wie ein Stück lebloses Fleisch behandeln mögen, tun dies, weil sie erkannt haben, dass genau diese ultimative Herabwürdigung das Gegenüber auf eine andere sexuelle Bewusstseinsebene bringt – und das wiederum, diese scheinbar extreme und willenlose Verfügbarkeit frei von Grenzen, brandet dann als exponentielle Luststeigerung auch beim Top an. Also, sei kein Egomane, mache es dir zur Aufgabe, den anderen Mann zu befriedigen, mehr vielleicht, als er das selbst erahnen mag. Bei all dem, von den ersten Übungen bis zum ersten Super-Orgasmus, spielen viele scheinbare Nichtigkeiten oftmals zudem eine sehr große Rolle: Berührungen, hingehauchte Worte, ein Stöhnen, ein lustvoller Blick. Auch beim Sex sind wir soziale Wesen – eine Luststeigerung ist fast immer gegeben, wenn beide Partner merken, wie sehr sie den anderen anheizen.

Ehrlich bis zur Schwanzspitze!

Sei ehrlich! Wenn du einen „Übungspartner“ hast, ist das schon einmal eine super Sache, wenn nicht, geht es auch anders. Ehrlichkeit spielt hier eine große Rolle und das beginnt schon vor dem eigentlichen Date. Ob im realen Leben oder über Dating-Apps, sage deinem Gegenüber konkret, was du suchst und wohin für dich die Reise gehen soll. Und sage wahrheitsgetreu, ob du bereits viel oder wenig Erfahrung hast. Viele Kerle turnt es sogar im Besonderen an, einen jungen Boy vor sich zu haben, der noch etwas lernen will. Auch während dem Sex ist Ehrlichkeit wichtig, denn gerade beim ersten gemeinsamen Sex und selbst trotz vorherigem Austausch eurer Vorlieben bleibt vieles im Unklaren, je konkreter die Aktionen werden. Auf was stehst du genau, was turnt dich ab? Bist du nervös? Sag das deinem Gegenüber und nähert euch gemeinsam dem an, was für euch beide am meisten Spaß bringt.

Wir denken oftmals, Sex zwischen zwei nackten Kerlen ist bereits ein besonders intimer Moment, doch eine viel größere Form der Intimität erleben wir, wenn wir gerade beim Sex ehrlich miteinander umgehen. Dabei ist zudem wichtig, dem anderen Mann immer mit Respekt zu begegnen, selbst wenn er seine Sache nicht gut macht. Ein Blowjob ist beispielsweise eine großartige Angelegenheit, wenn ein Mann ihn wirklich beherrscht, anderenfalls bewirkt er oftmals genau das Gegenteil. Einen schlechten Bläser niederzumachen, bringt allerdings weder dich noch den anderen Mann weiter. Also sage ihm, was dir konkret gefällt, was er anders machen könnte, wie er die Intensität für dich steigern könnte; gleiches gilt dabei natürlich auch für dich, wenn du einem Mann den Schwanz bläst. Und sei bereit, auch Vorschläge anzunehmen – wenn du vorschnell beleidigt bist, wird dein Gegenüber nie wieder etwas sagen oder ihr trennt euch frühzeitig, obwohl mit etwas mehr Kommunikation vielleicht langfristig ein sexueller Genuss herausgesprungen wäre.

Alles oder nichts?

Entspanne dich und zeige Humor! Nicht beim Anblick seines nackten Körpers, aber immer dann, wenn etwas schiefläuft – Humor ist die bestmögliche Variante, damit umzugehen. Danach lässt sich von neuem starten. Dazu ist Entspannung der zweite wichtige Rahmenaspekt – nicht zwischen deinen Schenkeln, sondern im Kopf. „Alles oder nichts“ ist keine Devise, die beim Sex sinnvoll ist. „Alles“ erreicht man nur, wenn man begreift, dass die Reise dorthin ein Weg ist, ansonsten bleibt man beim „nichts“.

Die besten Tops haben oftmals selbst Erfahrung als Bottom, also wenn du trotz deiner Neigung zum aktiven Part dir selbst die Möglichkeit einräumst, auch einmal der nehmende Teil beim Sex zu sein, ist sehr viel gewonnen. Das kann erneut mit deinem Übungspartner funktionieren oder auch allein nur für dich mit Zeit, Ruhe, viel Gleitgel und einem Dildo deiner Wahl – fange dabei gerne zu Beginn klein an, denn steigern lässt sich das Spiel jederzeit. Manche Jungs mit wenig Erfahrung sind der festen Überzeugung, sie müssten bereits beim ersten Mal einen 25-Zentimeter-Kolben in ihrem Loch versenken und sind dann oftmals zutiefst enttäuscht, wenn das nicht gleich klappt. „Was stimmt mit dir nicht?“ Eine dumme Frage, denn zu große Erwartungen lassen dich nicht wachsen, sondern müssen zwangsläufig fast immer scheitern. Höre also auf, dich selbst klein und den Dildo anfangs zu groß zu machen. Mit etwas Erfahrung als Bottom kann ein Top dann beim Sex viel einfühlsamer und besser agieren, denn er kennt all die Stadien der Lust, auch des Schmerzes und der lustvollen Erlösung eines Bottoms aus eigener Erfahrung. Und er wird dem anderen Kerl die Zeit geben, die er braucht, um entspannen zu können.

Banal aber wichtig – das Drumherum!

Ein weiterer Punkt ist beinahe schon banal, doch er muss erwähnt werden – das Drumherum muss stimmen. Das fängt mit der Frage an, wo ihr beide am liebsten Sex praktiziert und ihr vor allem den Raum und die Möglichkeit habt, euch ungestört auszuleben, sowohl akustisch wie körperlich. Natürlich macht Sex auch im Freien viel Spaß, gerade zu dieser Jahreszeit, doch lernwillige junge Top-Twinks sollten die ersten Schritte an einem Ort gehen, an dem sie sich ungestört zusammen mit dem Partner ausleben können. Richtig guter Outdoor-Sex als Top kommt erst danach. Zum Drumherum gehören dann auch ganz praktische Aspekte wie die Wahl des richtigen Gleitmittels – sei hier kein Sparfuchs, sondern entscheide dich für ein Präparat, das langanhaltend Freude bringt. Billige Produkte sind nach zwei bis drei Stößen aufgebraucht, gute Gleitgele hingegen schmiegen sich wie eine zweite Haut deutlich länger an deinen Schwanz und erlauben dir und deinem Bottom eine vollkommen andere und bessere Art von sexuellem Erleben. Auch hier gilt: Übung macht den Meister.  

Als Top musst du dir zudem vergegenwärtigen, dass Unfälle immer passieren können, gerade wenn es zum Beispiel um Kot geht – egal, wie gut ein Mann gespült ist, es kann trotzdem einmal passieren, dass beim Sex etwas Braunes mit rauskommt. Gehe professionell damit um, reinigt euch und euer Bettlaken und fangt noch einmal von vorne an. Kein gutes Verhalten ist es indes, wenn du die Drama-Queen raushängen lässt – zum einen kann das jedem passieren und ist schlussendlich die natürlichste Sache der Welt, zum anderen geht die Lust komplett und gerne dauerhaft flöten, wenn du die Diva gibst und am Ende noch deinem Gegenüber die „Schuld“ an der Misere in die Schuhe – oder eben den Arsch – schiebst!

Guter Sex ist persönlich und individuell

Ein weiterer wichtiger Aspekt auf dem Weg hin zum guten Top-Twink ist die Erkenntnis, dass Sex immer eine sehr individuelle und persönliche Angelegenheit ist. Will heißen: Kein Porno, keine Erzählung und kein Bericht entsprechen gänzlich der Wahrheit, denn „die Wahrheit“ gibt es hier gar nicht. Jeder erlebt Sex anders, speziell und sehr persönlich. Also vergiss das, was du gesehen hast, und schaffe Raum in deinem Kopf für deine ganz eigenen Wünsche, jenseits vorgefertigter und vermeintlich unbewusst gefestigter Bilder und Normen. Pornos können und sollen Spaß machen, aber sie sind der Appetitanreger für mehr, nicht das ständige Hauptgericht. Gerade im Porno landet schlussendlich nur das im Video, was geil, einfach und gekonnt wirkt – du siehst nicht, wie viele Anläufe es vielleicht gebraucht hat, bis der devote Darsteller den Schwanz des großen Pornohelden wirklich aufnehmen konnte. Oder welche Mittelchen der aktive Pornoheld tatsächlich brauchte, um scheinbar mühelos mehrere Boys inklusive zahlreicher Orgasmen durchzuficken. Porno ist Fiktion, wenngleich bisweilen eine wunderschöne; und selbst wenn es im besten Sinne doch Realität wäre, so wäre es immer nur jene Realität der Männer, die dort zu sehen sind. Nichts davon muss auf dich zutreffen.  

Liebkosungen mit der Zunge

Nicht alle Jungs können damit etwas anfangen, doch die, die es können, haben die Chance, ihre Top-Twink-Qualitäten deutlich auszubauen – die Rede ist vom Rimming. Das Lecken, Liebkosen und sanfte Eindringen mit der eigenen Zunge in das Loch eines anderen Mannes kann für beide sehr lustvoll sein und bestenfalls zu einem wahren Rausch führen. In manchen Fällen wurde so aus dem vermeintlichen „Vorspiel Rimming“ die eigentliche Hauptmahlzeit und der Top vergnügte sich einfach so teils über Stunden ganz aus der Nähe mit dem Arsch seines Gegenübers. Ob stundenlang oder als Appetitanreger, Rimming gibt Top-Twinks die Möglichkeit, aus nächster Nähe das zu begutachten und ganz genau kennenzulernen, was künftig zu ihrem „täglichen Geschäft“ werden soll – das Loch und der Arsch eines anderen Mannes. Die Lernkurve kann hier steil nach oben gehen, so nah und direkt dran an der lustvollen Materie. Auch lässt sich in dieser Position erneut die Prostata und auch die Öffnung selbst genauer erkunden.  

Ein Top fickt! Und sonst so?

Ein Top fickt! Das ist grundsätzlich richtig, ist dabei aber nicht einmal die halbe Wahrheit. Denn ein richtig guter Top hat nicht nur den Arsch seines Gegenübers im Blick, sondern sieht den Körper als Ganzes. So darf ein Top durchaus auch andere Körperpartien erkunden, mit den Nippeln spielen, sanfte Küsse am Nacken vergeben, mit dem Schwanz die Arschbacken erkunden, auch ein Maulfick ist gut möglich. Die Varianten sind vielfältig, also reduziere dich auch hier nicht nur auf die eine kleine Körperöffnung, unabhängig davon, wie viel Freude sie dir bereiten mag.

Beim Ficken selbst sei noch erwähnt, dass der Schwanz nicht immer steinhart beim Eindringen sein muss, auch ein halbsteifer Penis kann viel Freude bereiten und es dem Bottom vielleicht sogar einfacher machen, ihn aufzunehmen. Viele Männer stehen auch extrem darauf, zu spüren, wie der Schwanz eines anderen Kerls in ihnen drinnen erst zu ganzer Größe anschwillt. Ebenso kann es immer mal wieder geschehen, dass beim Ficken der Schwanz an Härte verliert, auch das eine normale Angelegenheit. Wechsele die Position oder den Rhythmus oder ziehe ihn raus und wichse ihn weiter, bevor du ihn erneut einführst – auch das ist ein großer Lustgewinn für viele Männer, gerade das mehrfache erneute Einführen kann sehr heftige Lustwellen erzeugen. Und mit jedem Mal entspannt sich das Loch sozusagen als kleiner Extra-Bonus zumeist immer mehr.

Versuche als Top, dein negatives Kopfkino auszuschalten, kurz gesagt, mache dir keinen Stress, nur weil dein bester Freund gerade nicht komplett steif ist. Schnell wieder hart kannst du deinen Lustschwengel zumeist nämlich nur dann bekommen, wenn du dich auch in einer solchen Situation nicht selbst unter Druck setzt. Entweder denkst du an etwas, das dich sofort wieder aufgeilt oder du machst etwas, dass dir sofort wieder das Blut in die Venen schießt. Viele Tops geilt es besonders auf, mit dem Schwanz gegen das Loch und die Arschbacken zu klatschen! Andere finden es zum Beispiel extrem anturned, sanft gegen den eigenen Schwanz mit der flachen Hand zu schlagen oder ihn wie eine Keule in die offene Handinnenseite zu klatschen, als würdest du dir selbst damit applaudieren wollen. Die kurze Beschäftigung nur mit deinem eignen Schwanz hat einen weiteren positiven Effekt – wenn der Bottom wirklich mitgeht, wird er sehr schnell nach deinem Schwanz betteln, dir seinen Arsch lüstern noch weiter entgegenstrecken oder dich direkt mit Stöhnen oder Worten anflehen, ihn erneut zu ficken. Der gekeuchte unterwürfige Satz „Bitte fick mich weiter!“ wirkt bei fast allen Tops besser als jedes Potenzmittel.

Ein guter Top muss stundenlang ficken – wirklich?

Die andere Frage ist jene, wie man bestmöglich am längsten durchhält – zuvor sei gesagt, dass Männer, die meinen, Sex sei nur dann richtig gut, wenn stundenlang durchgefickt wird, echte Ekstase leider nicht verstanden haben. Langes Ficken kann zwischendurch Spaß machen, ist aber keine Grundvoraussetzung für wirklich guten Sex. Um lange durchzuhalten, braucht es Übung, Erfahrung und innere Ruhe. Wenn du aufgeregt bist, weil du einen Kerl zum ersten Mal triffst, ihn nicht „enttäuschen“ willst oder ihn eben einfach so heiß findest, dass du zeigen willst, was du als Top draufhast, wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit auch sehr viel schneller abspritzen. Dein ganzer Körper ist ja bereits in lustvoller Ekstase, bevor es zur Sache geht – denn großartiger Sex ist eine Frage des Kopfes, nicht des Schwanzes. Und wenn im Kopf schon längere Zeit Partystimmung ist, knallen die Korken eben deutlich früher.

Der zweite Aspekt ist, je öfter und vertrauter du mit einem Partner Sex hast, desto länger wirst du durchhalten können. Nicht, weil die Lust weniger wird, sondern weil die Vertrautheit wächst, du musst nichts mehr vorschnell beweisen, du kannst dich einfach der Lust hingeben und genießen. Das entspannt im Kopf, während im Schwanz das Abenteuer erst so richtig beginnt. Der dritte Punkt ist die Erfahrung: Tops, die merken, dass sie früher als gewünscht kommen, können den Sex so umlenken, dass sie einen Moment entspannen können, ohne dass es dabei zu einem direkten Abbruch kommt. Der Top führt den Bottom, du kannst also eine ruhigere Minute einlegen, dich vorbeugen und ihn küssen oder mit dem Schwanz am Arsch spielen – kurzum, es gibt tausend Möglichkeiten, teste aus, was dir am besten hilft. Einige Tops benutzen auch kreative gedankliche Hilfsmittel, in dem sie beispielsweise kurz vorm nahenden Orgasmus an etwas Unschönes denken, beispielsweise ein strenger Blick der empörten Eltern oder das Bild einer hässlichen nackten Frau. Manche haben auch Bilder von verstorbenen geliebten Haustieren im Kopf – ob das auf Dauer wirklich toll beim Sex ist, ist natürlich eine ganz andere Frage.

Das Himmelreich öffnet seine Pforten

Das Loch öffnet sich. Ein wunderbares Gefühl für beide Männer, wenn sich der passive Part entspannt und wortlos einlädt, tiefer in ihn einzudringen. Gute Tops wissen nicht nur, den Moment zu genießen, sondern auch in Ruhe mit der Situation umzugehen. Verderbe es nicht und ballere deinen Kolben jetzt sofort rein. Das bewirkt zumeist das Gegenteil. Mitten im Gefecht selbst kann es hingegen durchaus sehr anregend sein, den Schwanz mehrfach ganz raus zu nehmen und ihn anschließend mit voller Kraft erneut ins Loch einfahren zu lassen (das sogenannte Jackhammering)  – auch das ist Geschmackssache und muss von beiden Seiten ausgetestet werden.

Die Lust am Ficken lässt sich auch dann meist noch steigern, wenn ein Top seiner Fantasie freien Lauf lässt. Harte Passagen wechseln sich mit weichen Penetrationen ab, schnelle Runden gehen über in langsame, zwischendurch darf der Schwanz für einige Sekunden auch ganz einfach nur im Arsch des anderen Mannes ruhen, ihr beide spürt dabei das Zucken und Beben, das in euren Köpfen zu einer Explosion an Geilheit führen kann. Anders als in den Pornos bedarf es nicht zehn Stellungswechseln in zehn Minuten, Ficken ist auch als junger Twink eigentlich kein Leistungssport, sondern immer noch ein Lustgewinn mit Kopfkino-Kick. Zehn Minuten stupides Reingeballere indes ist für die meisten Bottoms nach kurzer Zeit auch eher langweilig – im schlimmsten Fall ertönt irgendwann nur noch ein monotones „Oh ja, gib´s mir“, während der Bottom mental oder sogar tatsächlich zum Smartphone greift. Mit gutem Sex hat das alles nichts mehr zu tun. Dazu allerdings muss nicht nur der Top lernen, wie guter Sex funktioniert, sondern auch der Bottom – doch das ist eine andere Geschichte.

Die Lieblingsstellung

Die meisten Tops (und auch die Bottoms) haben oftmals eine bestimmte Lieblingsstellung, was nicht bedeutet, dass nur diese auch ausgelebt werden muss. Enge dich nicht vorschnell in deinen Wünschen und Vorlieben ein, doch wenn du jene Stellungen gefunden hast, die dir besonders viel Lust als Top bereiten, dann konzentriere dich darauf, diese immer mehr zu verfeinern. So kannst du tatsächlich vom Anfänger zum Meister werden. Wenn du die Grundbasis deiner bevorzugten Stellungen beherrscht, frage dich, was noch geht. Wie kannst du innerhalb dieser Möglichkeiten variieren, dich austesten, dich selbst herausfordern? Alles ist möglich, setze deiner Fantasie keine Grenzen. Die Erfahrung zeigt zumeist übrigens, dass die meisten Tops jene Stellungen bevorzugen, die länger durchzuhalten sind und ihnen nicht zu viel Aerobic abverlangen. Es bedarf also gar nicht des kompletten Kamasutras, um ein guter Twink-Top zu sein – sei gut in dem, was dir gefällt. Das ist bereits wunderbar.

Zu den liebsten Stellungen gehören so die Doggy-Position oder auch das Reiten des Schwanzes, während der Bottom auf dem Top sitzt. Gerade bei letzterem ist der Übergang zwischen Geben und Nehmen sehr einfach zu handhaben – mal „nimmt“ sich der Bottom den Schwanz und bewegt sich aktiv darauf, dann wieder ergreift der Top die Führung, packt die Arschbacken des Bottoms und fickt ihn mit starken Bewegungen von unten. Ebenso hier gilt, dass du mit jeder einzelnen Stellung auch vollkommen anders mit deinem Schwanz in dein Gegenüber eindringst, also ist es hier gleichfalls wichtig, durch Erfahrung zu lernen, was welche Stellung bei dir und bei deinem Kerl bewirkt. Und selbst innerhalb derselben Stellung gibt es Varianten und verschiedene Möglichkeiten, wie dein Schwanz schlussendlich in deinen Partner hineinfährt.  

Tops brauchen einen XXL-Kolben, oder?

Abschließend noch eine Sache zur Schwanzgröße: Wir alle spielen immer wieder und sehr gerne mit dem Bild des omnipotenten Kerls mit XXL-Kolben und in der Tat kann ein großes Gerät sowohl im Mund wie auch im Arsch durchaus Freude bereiten, doch in den allermeisten Fällen sind schwule Boys und Männer sehr dankbar dafür, wenn ein Top schlicht normal gebaut ist, also im steifen Zustand etwas zwischen 12 und 16 Zentimetern mitbringt. Mehr muss nicht! Und entgegen aller Mythen, die gerne von Pornostars mit großem Gehänge oftmals aus wirtschaftlichen Erwägungen weitergetragen werden, ist der Lustgewinn bei einem Bottom nicht größer, nur weil ein Kerl ein paar Zentimeter mehr in ihn hineinschiebt. Das Lustzentrum befindet sich bei der Prostata und diese wiederum lebt sozusagen in direkter Nachbarschaft zum Loch. Also, entspanne dich, auch mit einem ganz durchschnittlichen Schwanz kannst du ein großartiger Twink-Top werden.

Am Ende sei noch erwähnt, dass dein „Job“ als Top nicht grundsätzlich beendet ist, sobald du abgespritzt hast. Hast du die Möglichkeit, ist eine Runde Kuscheln nach dem Ficken durchaus sinnvoll, gerade wenn man als junger Top noch lernen will. Frage deinen Bottom, was ihm gefallen hat, was er das nächste Mal anders haben will, was ihn wirklich irre gemacht hat und was weniger. Ein guter Top wird nicht einfach so geboren, ein guter Top ist immer auch ein guter Kommunikator und lernt mit jedem Fick seines Lebens noch dazu. Lust auf eine erste Lektion? (ms)

Redaktionhttps://him-magazine.de
Wir verstehen uns als ein ehrliches, sexpositives Magazin, das nicht fremdbestimmt Themen vorgibt, sondern mit der Community zusammen Themen anspricht.

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