Die Hitze zwischen unseren Schenkeln

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Eine Reise durch die Kultur unserer Gay-Saunen

Lust auf kribbelnde Hitze zwischen deinen Schenkeln? Wie wäre es dann einmal wieder mit einem Besuch einer Gay-Sauna? Doch was gibt es dabei zu bedenken? Und warum ist eine Stippvisite einer Gay-Sauna auf Reisen immer sinnvoll?

Gay-Saunen sind Orte, an denen schwule Männer ihre tiefsten Sehnsüchte ausleben können. Wo man sich seinen geheimen Fantasien hingeben und Gleichgesinnte treffen kann, die dieselbe Leidenschaft teilen. Der Duft von Männerkörpern und die Hitze, die aus den Dampfsaunen strömt, lösen ein berauschendes Gefühl aus und lassen das Blut in den Adern pulsieren. Hier gibt es keine Tabus, keine Hemmungen. Hier kann man sich fallen lassen und den Körper in Ekstase versetzen. Der Blick schweift über nackte, verschwitzte Körper, man spürt die Spannung in der Luft, es ist ein Paradies für die Sinne, in dem man sich seinen wildesten Träumen hingeben kann.

Ein Ort, an dem man immer willkommen ist

Doch bei Gay-Saunen geht es nicht nur um Sex und Erotik. An der Bar tauschen schwule Männer ihre Erfahrungen und Geschichten aus, lachen zusammen und unterstützen sich gegenseitig in ihren täglichen Kämpfen und Herausforderungen. In Gay-Saunen herrscht eine besondere Atmosphäre, die man sonst nirgendwo findet. Es ist ein Ort der Freiheit und des Ausdrucks, an dem man einfach man selbst sein kann, ohne Angst vor Verurteilung oder Diskriminierung haben zu müssen. Anders als in manchen Gay-Clubs oder auf Fetisch-Partys gibt es keine Kleiderordnung. In der Sauna treffen sich junge und alte Männer, ob aus der umliegenden Provinz oder aus dem lokalen Szeneviertel. Es ist ein Ort, an dem man sich zu Hause fühlen kann und immer willkommen ist.

Ursprünge und Entwicklung von Gay-Saunen

Schon im antiken Rom und im Orient waren öffentliche Badehäuser ein beliebter Ort der Entspannung und der sozialen Interaktion. Aber auch in Mitteleuropa gab es bereits ab dem 15. Jahrhundert Badehäuser, in denen soziale und sexuelle Kontakte zwischen Männern üblich waren. Heute sind Schwulenbäder ein wichtiger Bestandteil der Gay-Kultur. Doch woher kommt diese Tradition? Seit den 1970er Jahren haben sich Gay-Saunen weltweit verbreitet und bieten Männern die Möglichkeit, diskret und sicher sexuelle Kontakte zu knüpfen. Die erste Gay-Sauna in Deutschland war die Vulkan-Sauna in Hannover. Sie wurde 1979 eröffnet.

Ausstattung und Veranstaltungen

Seitdem haben sich die Schwulensaunen weiterentwickelt. Heute bieten sie ein breites Angebot. Neben Darkrooms und abschließbaren Kabinen für sexuelle Begegnungen verfügen viele Saunen zudem auch über Massageangebote, Entspannungsräume, Whirlpools, Fitnessräume und Gastronomiebereiche. Im Boiler Berlin stehen sogar Yoga-Kurse auf dem Programm. Die Vulkan-Sauna in Hannover veranstaltet in den Wintermonaten spezielle Wellnesswochenenden. Regelmäßige AIDS-Beratungen und Testmöglichkeiten sorgen für die Gesundheit der Besucher. Einige Gay-Saunen verfügen auch über Außenbereiche wie Gärten mit Liegestühlen, wie zum Beispiel die Ruhrwellness-Sauna in Mülheim an der Ruhr. Die Vielfalt der Angebote ist groß und bietet den Besuchern ein abwechslungsreiches Erlebnis, das über die rein sexuelle Begegnung weit hinausgeht.

Dresscode und Verhaltensregeln in Gay-Saunen

In der Gay-Sauna gibt es eine spezielle Kleiderordnung und Verhaltensregeln, die von den Besuchern eingehalten werden müssen. Die Gäste tragen in der Regel ein Handtuch um die Hüfte gebunden. Badehosen, Bademäntel oder Unterwäsche sind in der Gay-Sauna nicht erwünscht. Trotzdem ist Nacktheit nur in bestimmten Bereichen der Sauna üblich. Die einzigen Orte, an denen Männer in der Gay-Sauna nackt sind, sind die Trockensauna, die Dampfsauna und der Whirlpool. Im Restaurant, an der Bar und in den Ruheräumen wird ein Handtuch um die Taille getragen. Diese Verhaltensregeln sind wichtig, um eine sichere und respektvolle Umgebung für alle Besucher zu schaffen. Dazu gehört, aufdringliches Verhalten zu vermeiden, keine Drogen zu konsumieren und nur einvernehmliche sexuelle Kontakte einzugehen. Denn Gay-Saunen sind keine Bordelle! Ein weiterer wichtiger Aspekt der Verhaltensregeln in Gay-Saunen ist der Schutz der Privatsphäre der Besucher. Es ist nicht erlaubt, Fotos oder Videos zu machen, ohne die Zustimmung der betroffenen Personen einzuholen.

Gay-Saunen auf Reisen

Für schwule Männer gibt es auf Reisen sicherlich viele Möglichkeiten, Gleichgesinnte zu treffen, doch es gibt nichts Besseres als einen Besuch in der örtlichen Gay-Sauna. Warum? Ganz einfach:

  1. In der Gay-Sauna müssen wir uns keine Gedanken über unser Outfit machen. Wir können uns einfach fallen lassen und entspannen.
  2. Manchmal haben wir keine Lust auf Smalltalk. In der Gay-Sauna müssen wir nicht mit anderen reden, es sei denn, wir wollen.
  3. In Bars und Clubs ist es oft laut. In der Gay-Sauna dagegen herrscht eine entspannte Atmosphäre, in der wir uns einfach zurücklehnen und entspannen können.
  4. Es gibt keinen Grund, sich aufgrund seiner körperlichen Eigenschaften unsicher zu fühlen. In der Gay-Sauna ist Platz für alle. Hier findet man Männer jeden Alters und jeder Herkunft, die alle eines gemeinsam haben: Sie suchen nach Entspannung, Abenteuer oder einfach nur nach Gesellschaft.
  5. Hier kann man sich in Ruhe erholen. Es gibt keine Ablenkung und keinen Stress. Wir können uns in Saunen, Whirlpools und Ruhezonen zurückziehen und uns einfach treiben lassen.
  6. Jeder kann tun, was er will. Wir können unsere Sexualität ausleben, neue Kontakte knüpfen oder einfach die Zeit genießen.
  7. In der Gay-Sauna können wir einfach wir selbst sein. Hier gibt es keine Erwartungen oder Vorgaben, nur eine offene, freundliche und entspannte Atmosphäre. Deshalb ist die Gay-Sauna für uns der perfekte Ort.
  8. Unterwegs auf Reisen gibt es kaum eine bessere Möglichkeit, schnell erste Kontakte zu machen, als in einer Gay-Sauna. Zudem lassen sich so sehr einfach Geheimtipps oder besondere Gepflogenheiten des Urlaubslandes aus erster Hand zu erfahren.

Gay-Saunen weltweit: Das solltest du nicht verpassen!

  • Die Babylon Sauna in Bangkok: Die schönste Gay-Sauna, die mein Mann und ich je besucht haben. Der ganze Komplex ist sehr modern und sauber. Es gibt einen voll ausgestatteten Fitnessraum, einen großen Pool im Garten und sogar einen Friseur.
  • Pluto Sauna in Essen: Unsere Lieblingssauna in Deutschland. Highlights sind der Pool mit Gegenstromanlage und der große Wellnessbereich.
  • Achilleus Men’s Spa in Nürnberg: Der Sauna-Club hat uns mit seinem modernen und stilvollen Ambiente begeistert. Besonders gut hat uns die Dampfsauna gefallen. Hier sind über den Sitzflächen an der Wand Knöpfe angebracht. Drückt man darauf, strömt Wasser heraus, sodass man Wand und Sitzfläche vor dem Hinsetzen kurz reinigen kann.
  • Sun City Sauna in Paris: Wir haben diese Sauna während unserer Reise nach Paris zweimal besucht, weil wir sie so sehr mochten. Die Einrichtungen waren sauber, das Personal war freundlich und der Poolbereich im indischen Stil hat uns sehr gut gefallen.
  • Sauna Bruc in Barcelona: Wenn du auf ältere Männer stehst, ist dies die perfekte Gay-Sauna. Die Location hat eine traditionelle Badehaus-Atmosphäre und ist ideal für alle, die sich entspannen und erholen möchten. (mv)

INFOBOX AUTOR:

Unser HIM-Autor Mario ist ein leidenschaftlicher Experte im Bereich Gay-Reisen und erkundet gerne zusammen mit seinem Ehemann Matthias die Welt. Er recherchiert viel und spricht auch gerne einmal mit Einheimischen, um die besten Tipps für Gay-Reisende zu entdecken. Seine ausführlichen Reiseempfehlungen finden ihr auf seinem Reiseblog für Gays.

www.gay-reiseblog.de

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